Familienherbst am Millstätter See

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Die Hosentaschen voller Schätze

Bei einem Familienurlaub am Millstätter See funkeln die Schätze aus Berg und See mit den Kinderaugen um die Wette: Die rubinroten Granatsteine, die beim Wandern auf der Millstätter Alpe am Wegesrand funkeln, haben in der Erlebniswelt Granatium ihren großen Auftritt. Mit Hammer und Meißel schlagen die Kinder Granatsteine aus dem Fels und lassen sie anschließend kunstvoll schleifen. Und Silber schimmern die Schätze aus dem See – Reinanke, Hecht und Co – die kleinen Petrijünger am nächsten Morgen aus dem Wasser heben.

Mit kurzen Beinen hoch hinaus

Am Millstätter See erobern auch kleine Wanderer die Berge. Im Spätsommer 2017 wird der Wanderweg „Mein erster Gipfel“, der Familien von der Lammersdorfer Hütte zum Jufenkreuz (1.800 m) führt, eröffnet. Bei der etwa halbstündigen Wanderung feiern die Kleinen nicht nur ihre Gipfelpremiere, sondern entdecken auch die Wunder der Natur am Wegesrand. Hase und Fuchs, zwei aus Lärchenholz geschnitzte Figuren, laden zu einem Suchspiel ein, das mit einer kleinen Belohnung endet. Wenige Meter weiter nehmen die Kinder auf gemütlichen Bänken oder im Kinderhochsitz Platz, um ihre Beine auszuruhen und ein paar Beeren zu vernaschen, die sie unterwegs gesammelt haben. Beim Jufenkreuz angekommen zelebrieren die Kleinen ihren ersten Gipfelsturm ganz groß: Wie in einem „Bergkino“ geben aus Holz gezimmerte Bänke die Blickrichtung vor, damit die Wanderer den glitzernden See im Tal, die sanften Hänge der Millstätter Alpe und die Berge im Süden in ihrer ganzen Pracht bestaunen können.

Wie einst die Knappen

Auf der Jagd nach den wertvollen Edelsteinen zieht es Familien auch in die Tiefen der Millstätter Alpe ins „Granatium“: Wo sich das größte Granatvorkommen Mitteleuropas befindet, empfinden kleine Besucher den Alltag der Knappen von damals nach. Durch einen Stollen mit funkelnden Gesteinsadern geht´s zum Schürfgelände. Dort machen sich die kleinen Besucher mit Hammer und Meißel selbst ans Werk und schlagen rubinrote Edelsteine aus dem Fels, die sie anschließend im Wasser des Kaningbaches auf originalgetreu nachgebauten Geräten waschen. Ein professioneller Schleifer bringt die Granaten zum Strahlen (täglich von 10.00 bis 18.00; Erwachsene € 11, Kinder bis 6 Jahre frei, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre € 7).

Ein Tag auf der Alm

Die Morgennebel ziehen weit unten im Tal über den Millstätter See, während am Sportberg Goldeck (2 000) bereits Eier, Speck und Almkäse aus der Sennerei vorbereitet sind, um die typische Kärntner Frigga gemeinsam zuzubereiten. Das ein oder andere Geheimnis der Zubereitung lässt sich der Hüttenwirt bestimmt entlocken. Der Guide, der bei der Tour zu den aussichtsreichsten Punkten des Sportbergs führt, weiß so mache Geschichte über den Goldabbau und die Zeit der Knappen zu berichten (jeweils Freitag bis 15. Oktober, 50 € pro Person, Kinder ab 6 Jahren 25 €, inkl. Fahrt mit dem Almexpress, 1 Berg- und Talfahrt, 1 geführte Wanderung, 1 Kärntner Frigga-Kochkurs)

Von der Alm aufs Wasser

Nachdem die kleinen Entdecker das Leben auf der Alm erforscht haben, geht die Entdeckungsreise am Wasser weiter: Bereits am nächsten Morgen holen angehende Petrijünger mit Peter Sichrowsky von den Reinankenwirten sachte die Schwebenetze ein und heben Reinanken aus der Tiefe. Dabei erzählt er seinen kleinen Begleitern spannende Geschichten über die Fischereitradition am Millstätter See, die noch weit in den Tag hinein nachwirken. Der frische Fang wandert danach in die Kochtöpfe der umliegenden Restaurants oder findet, von den Kindern ausgiebig bestaunt, den Weg zurück ins kühle Nass (Freitag bis 30. September, ab 16.30 Uhr € 20, Kinder bis 14 Jahre € 13., Netzfischen, Fahrt mit dem Ruderboot, 1 Fischgericht nach Wahl bzw. Kinderbuffet).

Im Reich der Mythen und Sagen

In Döbriach tauchen die Besucher im „Sagamundo“, dem Haus des Erzählens, in das Reich der Märchen und Sagen ein: Die Seenixe Lisona und der Ritter Wolfram vom Wolfsberg führen auf zauberhafte Weise durch ihre Welt voller Geschichten und Mythen aus dem Alpen-Adria-Raum (Montag bis Freitag 9:00 bis 17:00 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertag 10:00 bis 17:00 Uhr; Erwachsene 6,50 Euro, Kinder von 6 bis 15 Jahre € 4,50, Familienkarte 15 Euro).

„Zeit zu zweit“ auskosten

Während die Kinder am Berg und am See Schätze heben, genießen die Eltern innige Zweisamkeit bei sinnlichen See- und Bergberührungen. Wer zwei, drei freie Stunden am Abend nutzen möchte, setzt sich in ein Ruderboot und genießt eine Fahrt zum Südufer inklusive romantischem Picknick. Wer einen kinderfreien Vormittag für eine Wanderung zur Verfügung hat, unternimmt eine Tour am „Weg der Liebe. Sentiero dell’Amore“. Und während die Kleinen bei Oma und Opa schlafen, genießen Paare die Zweisamkeit in den neuen Rückzugsorten „Biwak unter den Sternen. Rifugio sotto le stelle“ am Millstätter See.

Video Millstätter See Kärnten

Bilder Millstätter See Kärnten

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Millstätter See Kärnten - Der kristallklare Millstätter See, mit Wasser so rein, dass man es trinken kann, und die umgebende, herrliche Bergwelt bieten alles für einen aktiven und entspannten Sommer- oder Winterurlaub. Das „Juwel Kärntens“, wie der See auch genannt wird, liegt nördlich des Drautals, auf 588 m Seehöhe. Die privilegierte Lage dieser Region, mit den Hauptorten Seeboden, Millstatt und Döbriach, lockt sportlich Aktive, Familien mit Kindern und Genussurlauber gleichermaßen. Wassersportler, Wanderer oder Radfahrer finden genauso ihr Revier, wie Ruhesuchende oder Kulturbegeisterte.

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